Entwurfskonzept: Atrium (Hofhaus)
Durch das Zusammenspiel von Haupthaus und Garage entsteht ein L- förmiges Ensemble, das den Pool einrahmt.
- Wind- und Sichtschutz: Die Garage fungiert strategisch als Barriere gegen Einblicke von der Straße oder den Nachbarn, wodurch die Poolterrasse zur privaten Oase wird.
- Atrium-Konzept mit fließenden Übergängen von Innen und Außen
Die Nord-Verglasung ins Naturschutzgebiet
Große Fensterfronten nach Norden galten früher energetisch als heikel, bieten heute bei moderner Architektur jedoch phänomenale Vorteile:
- Perfektes Atelierlicht: Nordlicht fällt den ganzen Tag über gleichmäßig und absolut blendfrei in die Wohnräume. Es gibt keine harten, störenden Schlagschatten.
- Kein sommerlicher Hitzestau: Während Südverglasungen im Sommer oft aufwendig verschattet werden müssen (Raffstores), bleibt die Nordseite kühl und verlangt meist keinen optisch störenden Sonnenschutz. Das maximiert den dauerhaften, ungestörten Blick in die Natur.
- Energetischer Ausgleich: Wegen des fehlenden solaren Gewinns im Winter ist hier der Einsatz von dreifach verglasten Passivhaus-Fenstern mit exzellenten U-Werten (Wärmedämmwert) zwingend erforderlich, um Wärmeverluste zu minimieren.
Sichtachsen & Enfilade: "Gezielte Ausblicke"
Das Entwurfskonzept der „lichtdurchfluteten Räume mit bewusst positionierten Fenstern“ basiert auf der sogenannten Inszenierung des Ausblicks (oft im japanischen Architektur-Konzept Shakkei – „geborgte Landschaft“ – verankert).
- Fenster als Bilderrahmen: Anstatt alles komplett zu verglasen, erzeugen gezielte, rahmenlose Festverglasungen (z. B. auf Augenhöhe im Flur oder horizontal über der Küchenarbeitsplatte) den Effekt eines lebendigen Landschaftsgemäldes.
- Durchblicke: Beim Betreten des Hauses sollte der Blick durch das Gebäude hindurch, über den Pool hinweg bis ins Naturschutzgebiet gleiten können. Diese Transparenz lässt das Haus optisch unendlich groß wirken.